• Datum: 20.05. 2019, 07:12 Uhr (Europe/Berlin)

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  • KatS-Zug

    5. Katastrohenschutzug des Landkreises Limburg-Weilburg

    Seit 2007 besteht in der Stadt Bad Camberg die gebündelte Kraft, der Bevölkerung und anderen Hilfebedürftigen im Katastrophenfall effizient und kompetent Hilfe leisten zu können. Die Hilfe selbst, ist nicht auf einen örtlichen Bereich konzentriert, sondern kann auch überörtlich zum Einsatz kommen und greift, speziell bei erhebliche Groß-Schadenslagen wie sie z.B. bei außerordentlichen Naturereignissen, großen Schäden in der Industrie oder bei Verkehrsunfällen mit außergewöhnlichen Auswirkungen ein.

    Als denkbare Lagen können z.B. in Betracht kommen:
    Natur: Erdbeben, Waldbrand, Orkan, Hochwasser etc.
    Industrie: Großbrand, Explosion, Ausfall / Störung der Energieversorgung etc.
    Verkehr: Flugzeugabsturz, Schiffsunglück etc.                                                                                                                                                      Übungsplan KatS-Zug

    Wie heißt nun diese Kraft?

    Katastrophenschutz Zug 5 des Landkreis Limburg Weilburg – der Feuerwehren der Stadt Bad

    Der Katastrophenschutzzug setzt sich aus ca. 50 Mitgliedern der Feuerwehren der Stadt Bad Camberg und Stadtteile zusammen. Er bildet somit einen von insgesamt 16 KatS-Zügen im Landkreis Limburg-Weilburg.

    Der KatS – Zug ist auch ein Ausbildungszug bei dem auf überörtlicher Basis denn Feuerwehrfrauen und Männern Inhalte vermittelt werden die im eigenen Standort nicht immer möglich sind. Auch die Zusammenarbeit der einzelnen Wehren wird gefördert was die regelmäßigen Übungsdiensten unter Beweis stellen.

    Aktivitäten, wie z.B. umfangreiche Ausbildung auf hohem Niveau sowie die alljährliche 3 Tages-Übung, machen die Mitgliedschaft als Helfer im KatS-Zug zusätzlich reizvoll und zeichnen unseren Zug besonders aus.

    KatS-Zug 5 LM: Hier ziehen ALLE an einem Strang!

     

    Weitere Katastrophenschutz-Züge werden von durch Rettungsorganisationen und THW aus ehrenamtlichen Mitgliedern gestellt.
    Fahrzeuge und Personal sind so aufgeteilt, dass die Sicherheit der Bevölkerung weiterhin gewährleistet ist.
    Der Regel-Rettungsdienst und Feuerwehren bleiben weiterhin einsatzfähig.

    In der Vergangenheit gab es einige Ereignisse, welche zeigten wie wichtig die Möglichkeit zur überregionalen Hilfe ist.

    3. Juni 1998
    ICE-Unfall von Eschede. Der verunglückte ICE war mit 287 Reisenden „nur“ zu 44 % besetzt. Mehr als 2.000 Helfer mit hunderten von Fahrzeugen waren im Einsatz.

    August 2002 Elbe-Hochwasser
    Alleine um Heidenau bei Dresden erhielten mehr als 3.000 Menschen durch wechselnde Betreuungszüge der Hilfsorgnisationen Vollverpflegung. Dazu kamen mehrere Feldkochherde und ein Küchen-LKW zum Einsatz.

    November 2005 im Münsterland knicken und Brechen Strommasten unter der Schnee- und Eislast.
    Die Folge waren flächendeckende Stromausfälle, welche über Tage und Wochen anhielten.
    Die Folgen für die Bevölkerung tiefer betrachtet zeigen unsere Abhängigkeit von einer intakten Infrastruktur:
    – Warmwasser und Heizungen funktionieren nicht. Die Zubereitung von Speisen (hier besonders Babykost) wird erschwert.
    – Tankstellen sind außer Betrieb. Warenwirtschafts- und Bestellsysteme funktionieren nicht. Die Lebensmittelversorgung wird beeinträchtigt, da Betriebe und Geschäfte nichts bestellen, lagern, produzieren und verkaufen können.
    – Vieh-Betriebe können ihre Fütterungs- und Melkanlagen nicht betreiben.

    Als Folge forderten die betroffenen Landkreise aus dem gesamten Bundesgebiet abkömmliche Stromaggregate mit großer Leistung an.
    Damit wurde örtlich die Stromversorgung für wichtige Einrichtungen hergestellt.
    Die Helfer blieben im Schichtdienst bei ihren Aggregaten um den Betrieb sicherzustellen.

    Umgeknickter Strommast in der Region um Ochtrup Foto: Heiko Wagner

    Fotos: Heiko Wagner

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Für diese Fälle gibt es
    – „erweiterte Löschzüge“ Feuerwehrfahrzeuge und Einsatzkräfte
    – Betreuungszüge zur Versorgung von unverletzten Menschen, dem Aufbau von Notunterkünften
    – Sanitätszüge zur Versorgung und Transport von Verletzten, dem Aufbau von medizinischer Versorgung
    – ÜManV-Konzepte (Überregionaler Massenanfall von Verletzten). Hier werden zunächst einige Fahrzeuge aus dem Regelrettungsdienst abgezogen und zu einem Einsatz geschickt.

    Weitere Informationen dazu finden sie auf den Seiten des Kreisfeuerwehrverband Limburg Weilburg.
    Z.B. mit einer Übersichet der KatS-Züge

    FF Würges e.V.